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Dr. med. Martina Hartmann  |

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HAUTKREBSSCREENING

Die Haut nicht vergessen

Über 200.000 Neuerkrankungen jährlich, allein in Deutschland, mit steigender Tendenz. Durch intensive UV-Strahlung kann Hautkrebs entstehen. Deshalb sind Personen, die sich intensiv der Sonne aussetzen (auch Solarien) und Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen, grünen und grauen Augen, besonderst gefährdet. Seit Juli 2008 ist die Untersuchung auf Hautkrebs fester Bestandteil der Leistungen für gesetzlich Versicherte. Der Anspruch gilt ab einem Alter von 35 Jahren. Das Hautkrebsscreening kann alle zwei Jahre durchgeführt werden. Der Hautkrebs soll über dieses Programm in einem frühen prognostisch günstigem Stadium erkannt werden und damit die Rate derer, die daran sterben, senken. Vornehmlich handelt es sich um die folgende drei Krebsarten.

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Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Der schwarze Hautkrebs ist der bösartigste Hautkrebs, weil er häufig Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. Es erkranken ungefähr 28.000 Menschen pro Jahr in Deutschland. Über 3.000 Menschen sterben jedes Jahr an dieser Erkrankung. Ursache sind  kurze, intensive UV-Belastungen (z.B. erhöhen Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend das Risiko um 2-3fach). Auch Menschen mit mehr als 40 Pigmentmalen tragen ein 7-15fach erhöhtes Risiko. Auch genetische Veranlagung, helle Hauttypen mit Neigung zu Sommersprossen haben ein mehrfach erhöhtes Risiko. Er tritt  in einem höheren Prozentsatz an bekleideten Stellen auf und kann auch am behaarten Kopf, unter den Nägeln und an den Fusssohlen entstehen.

Basalzellkrebs (Basaliom)

Der Basalzellkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Haut. Ca. 135.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an dieser Erkrankung. Die Ursache ist eine, oft langjährige, intensive Sonnenbestrahlung, d.h. betroffen sind oft Menschen die im Freien, ohne Schutz, arbeiten aber auch Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen, grünen oder grauen Augen. Am häufigsten entsteht er im Gesicht, Nacken, Ohren und an den Händen. Diese Krebsform wächst zerstörend, in die Tiefe, so dass es bei ausgedehnten Tumoren nicht mehr möglich ist zu operieren. Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet dieser Tumor nicht.

Stachelzellkrebs (Spinaliom)

Es ist der zweithäufigste Hautkrebs. Ca. 70.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an diesem Krebs. Der Krebs tritt häufig an den Körperstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind, Nase, Stirn, Schläfen, Nacken, Ohren, Unterlippe und Handrücken. Bei Männern ist besonders die Glatze gefährdet. Typisch ist ersteinmal eine krustige Fläche auf der Haut, die sich beim darüberstreichen wie Schleifpapier anfühlt. In diesem Stadium ist der Krebs noch nicht bösartig und läßt sich durch den Hautarzt behandeln. Wird er nicht behandelt, so kann der Stachelzellkrebs entstehen. Dieser Hautkrebs kann metastasieren (Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden).